Sonntag, 3. Juni 2012

Die besten Gartentipps im Juni

Rosen düngen, Hecken schneiden, Stauden teilen: Im Ziergarten ist im Juni einiges zu tun. Hier haben wir für Sie die wichtigsten Arbeiten aufgelistet.
Rose Mit dem Sommerschnitt nach der ersten Blüte regen Sie den Neu-Austrieb an

Rosen: Verwelkte Blüten abschneiden


Wenn bei öfterblühenden Beet-, Strauch- und Kletterrosen die ersten Blüten verwelkt sind, sollten Sie diese umgehend abschneiden. Blütenbüschel schneiden Sie direkt oberhalb des obersten Blatts ab, bei einzeln stehenden Blüten entfernen Sie die beiden obersten Blätter mit. Mit dem Rückschnitt stimulieren Sie die Pflanze, neue Blütenknospen zu bilden.

Rosen düngen und wässern


Öfterblühende Rosen brauchen im Juni noch einmal Dünger, damit sie nach dem Entfernen der alten Blüten wieder gut durchtreiben. Versorgen Sie die Pflanzen am besten mit einem organischen oder mineralischen Mehrnährstoffdünger.

Bunte Margeriten teilen


Die 70 Zentimeter hohe Bunte Margerite (Chrysanthemum coccineum) ist von Natur aus kurzlebig. Damit Sie trotzdem möglichst lange etwas von der attraktiven Blütenstaude haben, sollten Sie die Pflanze mindestens alle zwei Jahre nach der Blüte im Juni/Juli abschneiden, in faustgroße Stücke teilen und an anderer Stelle wieder ins Beet setzen. Auf diese Weise wirken Sie dem natürlichen Alterungsprozess entgegen.

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Rückschnitt für Polsterstauden


Der Frühlingsflor im Steingarten ist im Juni endgültig vorbei. Schneiden Sie früh blühende Polsterstauden wie Blaukissen, Polster-Phlox und Steinkraut (Alyssum) jetzt zurück, damit sie schön kompakt bleiben. Das Gleiche gilt für flache Halbsträucher wie Schleifenblume (Iberis), Sonnenröschen (Helianthemum) und Heiligenkraut (Santolina). Mit einer Heckenschere geht der Rückschnitt am schnellsten. Faustregel: Etwa ein Drittel der Trieblänge entfernen.

Rittersporn: Blüten abstützen


Hohe Stauden mit schweren Blütenständen wie beispielsweise der Rittersporn knicken bei Wind und starken Gewitterschauern leicht ab. Deshalb sollten Sie die Blütenstängel jetzt abstützen. Im Gartencenter sind spezielle Staudenstützen aus haltbarer Glasfaser oder kunststoffummanteltem Draht erhältlich – aus geschälten Weidenruten kann man die Stützen aber auch selbst herstellen.

Bart-Iris verjüngen


Alle Bart-Iris-Sorten breiten sich durch waagerechte Wurzelstöcke aus, die dicht unter der Bodenoberfläche liegen. Wenn im Zentrum der Pflanzen die Blütenfülle langsam nachlässt, müssen Sie Ihre Bart-Iris teilen. Graben Sie die Wurzelstöcke nach der Blüte aus und zerteilen Sie die äußeren, jüngsten Rhizomteile mit einem scharfen Messer in etwa zehn Zentimeter lange Stücke mit mindestens einem Blattschopf. Kürzen Sie die Blätter anschließend etwa um die Hälfte ein und pflanzen Sie die Teilstücke anschließend so flach wieder ein, dass ihre Oberseite nur rund ein bis zwei Zentimeter hoch mit Erde bedeckt ist.

Akeleien zurückschneiden


Schneiden Sie die halbreifen Samenstände der Akeleien ab, bevor sie sich öffnen und ihre Samen ausstreuen. Durch Selbstaussaat können die attraktiven Stauden sonst schnell größere Gartenbereiche vereinnahmen. Außerdem verdrängen die vitalen Sämlingspflanzen mit der Zeit die gekauften Edelsorten – irgendwann sind dann im Staudenbeet nur noch die blauen Blüten der Wildart zu sehen


Hecken schneiden

Hecke schneiden Ende Juni brauchen Hecken einen Formschnitt – nur so bleiben sie kompakt und dicht
In der Zeit um den 24. Juni herum, dem Johannistag, sollten Sie Ihre Hecken in Form bringen. Die meisten Gehölze haben jetzt ihren ersten Jahrestrieb abgeschlossen und treiben nach dem Rückschnitt mit dem zweiten, dem sogenannten Johannistrieb, noch einmal aus. Schneiden Sie immergrüne großblättrige Pflanzen am besten mit einer Hand-Heckenschere. Elektrische Geräte verursachen bei Kirschlorbeer und Ilex hässliche Blattschäden.

Ziersträucher durch Stecklinge vermehren


Beim Schnitt von Formgehölzen wie Buchsbaum und Liguster fallen viele Zweige an, die man zur Vermehrung verwenden kann. Nehmen Sie leicht verholzte einjährige Triebe und zerteilen Sie diese in fünf bis zehn Zentimeter lange Abschnitte. Entfernen Sie anschließend im unteren Drittel die Blätter und stecken Sie die Stecklinge in eine Pflanzschale mit Anzuchterde. Gießen Sie die Stecklinge gut an und decken Sie die Schale anschließend mit Folie ab. Die Bewurzelungsdauer hängt von der Pflanzenart ab: Liguster braucht in der Regel kaum drei Wochen, beim Buchsbaum kann dieser Prozess dagegen bis zu einem halben Jahr dauern. Auch Blütensträucher wie Duftjasmin, Kolkwitzie und Bauern-Hortensie (Hydrangea macrophylla) können Sie jetzt durch Stecklinge vermehren.

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Welke Rhododendronblüten ausbrechen


Die meisten Rhododendren haben im Juni das Ende ihrer Blütezeit erreicht und die bunte Farbenpracht beginnt zu welken. Damit die Blüte auch im nächsten Jahr möglichst üppig ausfällt, sollten Sie Blütenstände vor der Samenbildung mit Daumen und Zeigefinger vorsichtig herausbrechen. Achten Sie darauf, dass Sie bei dieser Pflegemaßnahme die jungen Triebknospen direkt unterhalb der verwelkten Blüten nicht beschädigen.

Strauchpfingstrosen: Blütenstände abschneiden


Schneiden Sie bei Ihren Strauch-Pfingstrosen im Juni die verwelkten Blütenstände oberhalb der ersten Laubblätter ab. Auf diese Weise stimulieren Sie das Wachstum und die Blütenbildung für die nächste Saison. Wenn die Pflanzen nur schwach verzweigt sind, ist auch ein stärkerer Rückschnitt der letztjährigen Triebe möglich. Bis ins mehrjährige Holz sollten Sie die Blütensträucher allerdings nicht zurückschneiden.

Gladiolenzwiebeln pflanzen


Noch bis Ende des Monats können Sie neue Gladiolenzwiebeln in Ihre Blumenbeete setzen. Durch zeitversetztes Pflanzen im zweiwöchentlichen Rhythmus lässt sich die Gladiolenblüte so von Juli bis Ende September ausdehnen. Tipp: Die kleinblütigen Butterfly- und Nanus-Gladiolen sind aus gestalterischer Sicht vielseitiger als die starkwüchsigen Pracht-Gladiolen, da sie im Beet nicht so dominant wirken. Halbhohe Midi-Gladiolen sind sehr standfest und kommen auch in windigen Lagen ohne Stützstab aus.

Kletterpflanzen: Triebe leiten


Die meisten Kletterpflanzen wachsen im Mai und Juni besonders stark. Damit die Triebe sich nicht zu einem undurchdringlichen Dickicht verflechten, sollten Sie rechtzeitig eingreifen und sie gleichmäßig durch die Kletterhilfe leiten.

Sommerschnitt für Blauregen


Der Blauregen (Wisteria) ist extrem starkwüchsig und sollte daher zweimal im Jahr geschnitten werden. Nach dem Winterschnitt, bei dem die Triebe aus dem Vorjahr auf wenige Knospen zurückgeschnitten werden, ist im Juni ein Sommerschnitt fällig. Schneiden Sie dabei alle neuen Schlingtriebe auf vier bis fünf Blätter zurück, damit das Wachstum unter Kontrolle bleibt.


Neue Rasenflächen erstmals mähen

Rasen mähen Mähen Sie neu angelegte Rasenflächen nicht gleich zu kurz ab
Wenn Sie im Mai einen neuen Rasen ausgesät haben, sollten Sie Ihn jetzt zum ersten Mal mähen. Bis zur ersten Mahd sollten die Gräser eine Höhe von acht bis zehn Zentimeter erreicht haben, geschnitten wird zunächst nicht kürzer als fünf Zentimeter. Bei den nächsten Mähterminen stellen Sie den Rasenmäher immer eine Stufe tiefer ein bis Sie die gewünschte endgültige Mähhöhe erreicht haben. Diese sollte 3,5 Zentimeter nicht unterschreiten.

Rasen: Unkraut bekämpfen


Nicht nur die Rasengräser wachsen im Frühsommer kräftig, sondern auch das Rasenunkraut wie Weißklee oder Löwenzahn. Diese Pflanzen haben besonders leichtes Spiel, wenn der Rasen nicht regelmäßig gedüngt und gemäht wird. Bekämpfen können Sie den unerwünschten Aufwuchs jetzt mit speziellen Rasenherbiziden. Einzelne Pflanzen wie Löwenzahn oder Wegerich sollten Sie einfach mit einem mechanischen Unkrautstecher entfernen.

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Bodendecker: Jäten statt Hacken


Mit wüchsigen Bodendeckern wie Balkan-Storchschnabel (Geranium macrorrhizum) oder Waldsteinie (Waldsteinia ternata) bepflanzte Flächen sind sehr pflegeleicht, da zwischen den konkurrenzstarken Stauden kaum Unkraut hochkommt. Bis die Pflanzen einen geschlossenen Teppich bilden, müssen Sie das Unkraut allerdings konsequent jäten. Wichtig: Den Boden nicht hacken, denn dabei beschädigen Sie die Ausläufer der Pflanzen und die Fläche bleibt länger offen.

Gartenteich: Wasser nachfüllen


An heißen Sommertagen sinkt der Wasserspiegel im Gartenteich durch die Verdunstung kontinuierlich. Füllen Sie Ihren Teich bei anhaltender Trockenheit am besten mit gespeichertem Regenwasser nach. Lassen Sie das Wasser möglichst vorsichtig in den Teich einlaufen, damit nicht unnötig viel Schlamm aufgewirbelt wird.

Algen im Gartenteich bekämpfen


Sorgen Sie bei warmem Sommerwetter dafür, dass die Algen im Gartenteich nicht überhandnehmen. Fischen Sie die Fadenalgen am besten mit einem schmalen Rechen ab, indem Sie diesen vorsichtig durchs Wasser ziehen. Gleichzeitig sollten Sie mit mineralischen Bindemitteln wie beispielsweise Zeolith versuchen, den Nährstoffgehalt des Teichwassers zu senken. Hängen Sie die Gesteinsbröckchen in einem Kunststoffnetz ins Wasser. Wenn nach einigen Wochen die Aufnahmekapazität erschöpft ist, können Sie das nun nährstoffreiche Granulat in den Gartenboden einarbeiten oder unter die Kübelpflanzen-Erde mischen.

Unfallverhütung im Garten


Im Sommer verbringen nicht nur Erwachsene einen großen Teil ihrer Freizeit im Garten – auch Kinder lieben es, auf dem Rasen herumzutollen und draußen Verstecken zu spielen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie eventuelle Gefahrenquellen rechtzeitig eliminieren. Bewahren Sie Pflanzenschutzmittel kindersicher auf und lassen Sie scharfe Werkzeuge wie Heckenscheren, Hacken und Spaten nicht einfach im Garten herumliegen. Zäunen Sie unbedingt Ihren Gartenteich ein, wenn Sie Kinder unbeaufsichtigt im Garten spielen lassen. Auf die Stützstäbe in Ihren Blumenbeeten sollten Sie Schneckenhäuser von Weinbergschnecken oder spezielle Kunststoffkappen stecken. Die Stäbe werden beim Bücken leicht übersehen und können schwere Augenverletzungen verursachen.
Clematis Clematis 'Dr. Ruppel' blüht zweimal im Jahr, zuerst von Mai bis Juni und dann noch einmal von August bis September

Frühblühende Clematis zurückschneiden


Viele frühblühende Clematis-Arten blühen zweimal im Jahr – im Mai/Juni und im August/September. Damit die Pflanze nach der ersten Blührunde nicht zu viel Kraft in die Samebildung steckt, sollten Sie die Fruchtstände entfernen, samt darunterliegendem Blattpaar. So folgt eine üppige zweite Blüte.

Wildtriebe bei Rosen


Oft entwickeln sich im Sommer Wildtriebe an veredelten Rosen. Sie nehmen der Pflanze viel Kraft. Graben Sie den Trieb bis zur Basis aus, und schneiden Sie ihn dort ab.

Nährstoffe im Teich


Füllen Sie nach längerer Trockenperiode gesammeltes Regenwasser nicht in den Teich. Wegen des darin enthaltenen Blütenstaubs kann es sehr nährstoffreich sein.

(Quelle:www.mein-schoener-garten.de)

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