Im August können Sie stark wachsende Hecken noch einmal in Form bringen, Trockensträuße schneiden und Blütenstauden teilen. Hier finden Sie einen Überblick über alle wichtigen Aufgaben.
Starkwachsende Hecken schneiden
Immergrüne und sommergrüne Heckenpflanzen wie Lebensbaum, Hainbuche oder Rot-Buche können Sie bis Mitte August ein zweites Mal in Form bringen (Video). Damit dämmen Sie bei Feld-Ahorn und Hainbuche außerdem den häufigen Befall mit Echtem Mehltau ein.
Immergrüne Gehölze pflanzen
Der Spätsommer ist ideal, um immergrüne Laubgehölze wie z. B. Kirschlorbeer, Kriechspindel oder Buchsbaum zu pflanzen. So können sie noch vor dem Winter einwurzeln. Das Pflanzloch sollte so groß sein, dass der Wurzelballen genug Platz hat. Danach die Sträucher kräftig angießen. Größere Sträucher und Bäume sollten Sie zum Schutz vor Wind mit einem Pfahl stabilisieren. Er wird an der Westseite der Pflanze – der Hauptwindrichtung – in die Erde gerammt.
Buchsfiguren in Form bringen
Figuren aus Buchsbaum, Ilex und anderen immergrünen Laubgehölzen brauchen mindestens zwei Formschnitte im Jahr, sonst besteht die Gefahr, dass die Details mit der Zeit verwachsen. Nach dem ersten Schnitttermin im Mai/Juni ist es an der Zeit, die Form mit einer Akku-Strauchschere oder einer manuellen Schafschere noch einmal sauber herauszuarbeiten.
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Rhododendron wässern
Wie alle immergrünen Pflanzen zeigen auch Rhododendren erst sehr spät, dass sie unter Wassermangel leiden. Ein typisches Symptom sind eingerollte Blätter und gelbbraune Brandflecken durch intensive Sonneneinstrahlung. Warten Sie mit dem Gießen nicht zu lange, denn Trockenschäden wirken bei immergrünen Sträuchern besonders störend und wachsen nur langsam wieder heraus.
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Gehölzstecklinge umtopfen
Selbst angezogene Stecklinge von Hortensien und Kolkwitzien haben bis August in der Regel so viele Wurzeln gebildet, dass man sie pikieren kann. Setzen Sie die Jungpflanzen jetzt in kleine Töpfe mit frischer Pflanzerde um und halten Sie sie weiterhin gleichmäßig feucht.
Bodendeckerrosen durch Stecklinge vermehren
Im August sind die neuen Triebe der Bodendeckerrosen so gut verholzt, dass Sie daraus Stecklinge für die Vermehrung gewinnen können. Schneiden Sie von einem solchen Trieb einen etwa bleistiftlangen Steckling. Die Spitze mit eventueller Blüte wird ein paar Millimeter oberhalb eines gut ausgebildeten Blatts entfernt, unten trennen Sie den Steckling einige Millimeter unter einem Blatt oder einer Knospe ab. Anschließend entfernen Sie alle Blätter, nur die obersten lassen Sie dran. An einem kühlen, schattigen Platz in humusreicher, gleichmäßig feuchter Gartenerde bilden die Stecklinge bis zum Herbst Wurzeln und können im nächsten Frühjahr an ihren endgültigen Platz verpflanzt werden.
Sommerdüngung für Hortensien
Garten-Hortensien brauchen leicht sauren Boden (pH-Wert 5 bis 6), damit ihre Blätter sattgrün bleiben. Gelbliches Laub zeigt Mangelerscheinungen an. Sollen blaue Hortensien ihre Farbe behalten, brauchen sie aluminiumhaltiges Kalialaun. Deshalb sollten Sie regelmäßig mit Spezialdünger für Hortensien versorgt werden.
Yucca-Blüten zurückschneiden
Die Palmlilie (Yucca filamentosa) ist kältefest und wird gern in Steppen und Steingärten eingesetzt. Damit sie sich kräftigt und Ableger bildet, ist es wichtig, die welken Blütenstände ganz unten am Stielansatz abzuschneiden.
Verwelkte Blüten ausputzen
Das Auszupfen welker Blüten und Blätter ist nicht nur wichtig für die Optik, sondern auch für die Gesundheit Ihrer Pflanzen. Einigen Sorten ist durch intensive Züchtung oder zu starke Düngung die Fähigkeit abhanden gekommen, die verwelkten Blütenblätter selbst abzustoßen. Auf den abgestorbenen Pflanzenteilen können sich verschiedene schädliche Pilze ansiedeln.
Pflanzzeit für Madonnen-Lilien
Während man die meisten Lilien erst im Herbst oder Frühling pflanzt, kommt die Madonnen-Lilie (Lilium candidum) bereits im August in die Erde. Sie hat eine etwas längere Entwicklungszeit als andere Lilienarten. Geben Sie der nährstoffhungrigen Schönheit gleich etwas Kompost mit ins Pflanzloch und sorgen Sie dafür, dass der Standort sehr durchlässig ist.
Rückschnitt für Lavendel
Der Blütenflor des Lavendels ist jetzt weitgehend verblüht und die Pflanzen brauchen einen leichten Rückschnitt. Damit verhindern Sie, dass die Zwergsträucher unnötig Energie in die Samenbildung investieren. Schneiden Sie einfach alle Triebe mit einer Heckenschere um etwa ein Drittel zurück.
Herbst-Krokusse pflanzen
Herbst-Krokusse sollten bis Ende August, Anfang September gepflanzt werden, denn sie blühen im Gegensatz zu den meisten anderen Krokus-Arten schon im Oktober. Pflanzen Sie die Knollen als kleine Gruppen aus sechs bis zehn Exemplaren etwa acht Zentimeter tief in humusreiche, nicht zu trockene Gartenerde. Tipp: Besonders schön kommen die Herbstblüher unter Ahorn und anderen herbstfärbenden Gehölzen zur Geltung.
Steppenkerzen pflanzen
Die beste Pflanzzeit für Steppenkerzen (Eremurus) ist August bis September. Die großen, dekorativen Pflanzen mit den auffallenden Blütensäulen wachsen am besten auf sandigen, trockenen Böden in voller Sonne. Heben Sie ein 20–30 cm tiefes Pflanzloch aus und häufen Sie auf dessen Grund als Dränage einen kleinen Sandhügel auf. Breiten Sie darauf die seesternförmige Knolle aus und verfüllen Sie das Loch mit lockerer Erde.
Pfingstrosen umpflanzen
Pfingstrosen wachsen am liebsten ungestört. Wenn Sie die Frühlingsblüher trotzdem umpflanzen wollen, dann am besten im August. Wichtig ist, dass Sie den Wurzelstock teilen, andernfalls kümmert die Pflanze am neuen Standort vor sich hin und wächst nicht gut an. Setzen Sie die Wurzelstücke so tief in die Erde, dass die Überwinterungsknospen auf den Wurzeln maximal zwei Finger breit mit Erde bedeckt sind. Meist dauert es zwei Jahre, bis die Pflanzen wieder prächtig blühen.
Stauden: Frühlings- und Sommerblüher teilen
Waren Sie mit der Blüte Ihrer Stauden in dieser Saison zufrieden? Wenn die Pflanzen nur spärlich geblüht haben, könnte es daran liegen, dass sie zu alt sind und durch Teilung verjüngt werden müssen. Ab August können Sie alle bereits verblühten Staudenarten teilen: Graben Sie die Pflanzen aus und teilen Sie das Wurzelwerk mit dem Spaten oder einem scharfen Messer in faustgroße Stücke. Diese setzen Sie am alten Platz oder an einem neuen Standort mit frischer Komposterde wieder ein. Wenn Sie die Pflanzen gleichmäßig feucht halten, wachsen sie bis zum Winter gut ein und blühen im nächsten Jahr wieder üppig.
Abgeknickte Sonnenblumen retten
Die langstieligen Sonnenblumen sind mit ihren schweren Blütenköpfen anfällig für Windbruch. Wenn Ihre Sonnenblumen beim letzten Gewittersturm umgeknickt wurden, sind sie in den meisten Fällen noch zu retten: Schienen Sie die Bruchstelle mit zwei Bambusstäben und fixieren Sie diese mit Paket-Klebeband. So können die abgeknickten Leitungsbahnen wieder genügend Wasser transportieren – die Sonnenblumen wachsen weiter, als wäre nichts passiert.
Beim Gießen nicht sparsam sein
Der August ist in den meisten Regionen Deutschlands trocken und warm, deshalb sollten Sie Ihre Gartenpflanzen bei Wassermangel gründlich gießen. Seien Sie dabei nicht zu sparsam: Die Pflanzen breiten ihre Wurzeln vor allem dort aus, wo sie feuchte Erde finden. Wenn Sie bei jedem Durchgang intensiv gießen, sickert das Wasser auch in untere Bodenschichten und die Wurzeln wachsen in die Tiefe. So überstehen die Pflanzen kurze Trockenzeiten besser und man muss nur alle paar Tage zur Gießkanne greifen. Faustregel: Je nach Bodenart sollten es 15 bis 30 Liter pro Quadratmeter sein. Das Wasser gelangt dann etwa 15 bis 30 cm tief in den Boden. Wenn Sie einen Spaten in die Erde stechen und diese ein wenig auseinanderdrücken, sehen Sie, wie tief der Boden durchfeuchtet ist. Wichtig: Frisch gesetzte Pflanzen brauchen häufiger Wasser, als gut eingewachsene.
Rasenkanten nachstechen
Wenn Sie Ihren Rasen nicht mit einer Steinkante eingefasst haben, müssen Sie die Ränder regelmäßig nachstechen, damit die Gräser nicht in die Beete hineinwachsen. Legen Sie bei rechtwinklig geformten Flächen am besten ein langes Brett entlang der Rasenkante aus und trennen Sie alles Überstehende mit einem Rasenkantenstecher ab.
Trockensträuße schneiden
Wer Trockengestecke mag, sollte jetzt aktiv werden. Strohblume (Helichrysum), Edeldistel (Eryngium) und Kugeldistel (Echinops) schneiden Sie, wenn die Knospen gerade Farbe zu zeigen beginnen. Lavendel und Schleierkraut (Gypsophila) werden kurz nach dem Aufblühen gekappt. Zum Trocknen an einen schattigen, luftigen Ort hängen. Pflanzen mit großen Einzelblüten stecken Sie am besten in ein Stück Maschendraht. Alle anderen kopfüber in Bündeln aufhängen. Vermeiden Sie direkte Sonne, da sie die Farben ausbleicht und die Blüten brüchig macht.
Nematoden gegen Dickmaulrüssler
Der Dickmaulrüssler ist ein nachtaktiver Käfer, der mit Vorliebe die Blätter vieler Zierpflanzen vom Rhododendron bis zur Engelstrompete anfrisst. Gegen die im Boden lebenden Larven können Sie jetzt parasitäre HM-Nematoden ausbringen. Man kann die Nützlinge über Bestellkarten aus dem Fachhandel beziehen und sie werden dann frisch vom Hersteller direkt zu Ihnen nach Hause geliefert. Bringen Sie die Nematoden möglichst umgehend aus, indem Sie sie in abgestandenes, mindestens 18° C warmes Leitungswasser einrühren und mit einer Gießkanne im Wurzelbereich der von den Dickmaulrüsslern geschädigten Pflanzen verteilen.
Fadenalgen lassen sich mit einem Laubrechen oder einer an einem langen Stiel befestigten Rundbürste aus dem Teich entfernenFadenalgen im Teich bekämpfen
Wenn sich der Gartenteich bei sommerlichen Temperaturen stark aufheizt, wachsen auch die Fadenalgen. Sie sollten daher jetzt regelmäßig mit einem Rechen die Algen abfischen, damit sich auf dem Teichgrund nicht zu viel Faulschlamm bildet. Sie können sie anschließend entweder kompostieren oder als Mulch unter Bäumen und Sträuchern verwenden.
Mehr Sauerstoff für den Gartenteich
Schnappen Ihre Goldfische an der Oberfläche nach Luft? Dann hat der Sauerstoffgehalt Ihres Gartenteichs wahrscheinlich einen kritischen Wert erreicht. Installieren Sie am besten einen elektrischen Teichbelüfter, um das Wasser mit zusätzlichem Sauerstoff anzureichern.
Vorsicht Insektenfalle
Regentonnen und andere steilwandige Wasserfässer sind für Bienen, Hummeln, Schwebfliegen und andere Insekten lebensgefährliche Fallen. Zum Trinken landen viele auf der Wasseroberfläche. Doch der Start gelingt nicht, denn sie rutschen an den glatten Wänden ab. Decken Sie deswegen solche Sammelbehälter mit Brettern oder anderen luftdurchlässigen Materialien ab.
(Quelle:www.mein-schoener-garten.de)
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