Maulwürfe sind nützliche Tiere , weil sie Engerlinge und andere Schädlinge vertilgen. Leider
nehmen sie bei der Anlage ihres Höhlensystems aber wenig Rücksicht auf
Rasen und Blumenbeete. Aber im Gegensatz zur Wühlmaus genießt der Maulwurf Artenschutz und darf
nicht getötet werden
Häufig wird der
Maulwurf fälschlicherweise als Nagetier bezeichnet. Tatsächlich gehört er zur Ordnung der Insektenfresser. Er rührt Gartenpflanzen nicht an, sondern ernährt sich ausschließlich
von Insekten und deren Larven. Weit oben auf seinem Speiseplan stehen
neben dem Regenwurm beispielsweise die im Boden lebenden
Schädlingslarven.
Maulwürfe vertreiben
Wegen seiner
gut ausgeprägten Sinnesorgane fühlt sich der Maulwurf durch Gerüche,
Geräusche und Erschütterungen schnell gestört. Das kann man sich bei der
Vertreibung des unerwünschten Gartenbewohners zu Nutze machen.
Unangenehme Gerüche
Als
Geruchsstoffe gegen Maulwürfe werden unterschiedlichste Hausmittel
empfohlen, zum Beispiel saure Milch, mit Wasser verrührte gepresste
Knoblauchzehen, Hundehaare, Essigessenz, zerstoßene Lebensbaumzweige
oder
Pflanzenjauchen aus Wermut oder Brennnesseln. Im Fachhandel gibt es ebenfalls geruchsintensive Vergrämungsmittel, zum Beispiel
Maulwurf-Schreck oder
Maulwurf-Raus. Bei allen Präparaten ist es wichtig, dass man die
Geruchsquellen gleichmäßig auf das Gangsystem verteilt. Dazu öffnet man
alle paar Meter einen Gang und füllt die Substanzen ein. Je nach
Witterung sollte man die Geruchsquellen mindestens einmal wöchentlich
erneuern, bis der Maulwurf keine neuen Haufen mehr aufwirft.
Störende Schallwellen
Auch
mit akustischen Methoden lassen sich Maulwürfe vertreiben. Der
Klassiker sind leicht schräg in den Boden eingegrabene Flaschen, die bei
Wind einen Ton erzeugen. Ebenfalls erfolgreich werden selbst gebastelte
kleine Windräder eingesetzt, die einen quietschenden Ton von sich
geben, dessen Schwingungen über einen Pfosten aus Metall direkt auf den
Boden übertragen werden. Auch andere Klangspiele, bei denen zum Beispiel
an Schnüren aufgehängte alte Löffel gegen den Metallständer schlagen,
eignen sich zum Vertreiben von Maulwürfen. Die Wirkung von
Ultraschallgeräten (Fachhandel) ist umstritten, es gibt aber im Internet
viele Berichte von Hobbygärtnern, die diese Geräte erfolgreich gegen
Maulwürfe eingesetzt haben. Auch häufiges Mähen mit einem
Benzin-Rasenmäher
– etwa ein- bis zweimal wöchentlich – hält den Maulwurf zumindest
während der Rasensaison davon ab, den grünen Teppich zu verwüsten.
Gegensätzliche Erfahrungen
Eine
probate, aber zeitaufwändige Methode besteht einfach darin, die frisch
aufgeworfenen Maulwurfshügel sofort mit dem Gartenschlauch wieder
einzuschlämmen. Wer das konsequent macht, veranlasst den Maulwurf dazu,
sein angestammtes Revier zu verlassen und sich eine weniger stressige
Bleibe zu suchen. Man findet im Internet für jede Vertreibungsmethode
sowohl positive als auch negative Erfahrungsberichte. Die negativen
Erfahrungen beruhen aber oft darauf, dass es sich bei den Wühlern nicht
um Maulwürfe, sondern um Wühlmäuse handelt. Die Nagetiere sind gegen
Lärm und üble Gerüche weniger empfindlich.
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